Sonntag, 25. Juni 2017

Tag des Seefahrers - Aufbruch ins Abenteuer

"Bleib im Land und nähr Dich redlich."

"Schuster bleib bei Deinen Leisten."

"Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um."

Wer von uns kennt nicht solche Sprüche? Oder sollte ich sagen: solch gut gemeinten Rat?

Sehr viele Menschen fühlen sich nur in ihrer gewohnten Umgebung wohl. Das Vertraute gibt ihnen ein Gefühl von Sicherheit und sie wollen alles, was ihnen vertraut ist, bewahren und behalten. Alles Neue dagegen ist gefährlich und beuruhigend, reißt sie heraus aus ihrer bequemen Routine.

Aber es gab und gibt immer wieder Menschen, die wissen wollen, was hinter dem Hügel liegt, auf der anderen Seite des Flusses oder gar hinter dem Horizont. Es genügt ihnen nicht, für immer und ewig im vertrauten Umfeld zu bleiben. Sie wollen mehr! Mehr sehen, mehr wissen, mehr erfahren, mehr lernen - kurz gesagt: sie haben Sehnsucht nach Abenteuern.

Doch dieser Drang nach neuen Erfahrungen stößt oft auf Unverständnis und dann kommen Redensarten wie die drei oben zur Anwendung. Aber was wäre die Welt und wie sähe sie aus, wenn es nicht immer Menschen gegeben hätte, die aus ihrer gewohnten Umgebung aufbrachen und ins Unbekannte vorstießen?

Heute, am 25. Juni, ist der Tag der Seefahrer.

Die Seefahrer und Entdecker aller Jahrhunderte haben es uns vorgemacht und uns gezeigt, dass Dinge möglich sind, die 99% unserer Mitmenschen für unmöglich halten.
Dem Mutigen gehört die Welt.

Stellvertretend für viele mutige Menschen habe ich die Fotos von drei berühmten Seefahrern aus meinem Fundus herausgesucht:

Heinrich der Seefahrer - Auftraggeber protugiesischer Entdeckungsfahrten
Chistoph Kolumbus - endeckte die Karibischen Inseln
Erik der Rote - besiedelte Grönland

Mir fallen jedoch noch viele andere ein... Sir Francis Drake, James Cook, Ferdinand Magellan, Roald Amundsen, Thor Heyerdahl, Abel Tasman... und all die namenlosen Seeleute der arabischen, phönizischen, griechischen und polynesischen Schiffe, die zu Zielen aufgebrochen sind, die zu ihrer Zeit weit hinter den bekannten Grenzen lagen.

Sie alle haben den Mut aufgebracht, das Gewohnte hinter sich zu lassen, Neues zu wagen und Grenzen zu überschreiten. Und sie sind mit spannenden Welten und unzähligen neuen Erfahrungen belohnt worden! Sie haben neue Freunde gefunden und fremde Kulturen kennengelernt.
Natürlich sind sie auch neuen Gefahren begegnet und manch einer ist auf der Strecke geblieben, hat in der Fremde sein Leben gelassen und die Heimat nie wiedergesehen. Mancher hat sicherlich auch seine Fähigkeiten überschätzt und hat niemals erreicht, was er sich vorgenommen hatte.
Aber haben Rückschläge jemals den Mutigen entmutigt? Die Überwindung der Rückschläge ist es doch, was uns zu mutigen Menschen, zu Entdeckern, zu Gewinnern macht!

Mach Du es diesen Entdeckern nach und komm mit auf die Reise! Entdecke Neues! Es lohnt sich!

Kennst Du einen Menschen, den Du für ihren/seinen Mut bewunderst? Hast Du selbst einmal in einer bestimmten Situation Mut aufgebracht und bist stolz darauf?

Schreib es in die Kommentare! Ich freue mich auf Deine Geschichten!

Sonntag, 11. Juni 2017

Die 8 schönsten Fotos des Themenmonats Mai

Der Mai stand bei mir ganz im Zeichen von "Mauern". Auf Instagram habe ich ausschließlich Fotos gepostet, die etwas mit diesem Thema zu tun haben und ich zeige Euch hier meine Favoriten:






 












Gleichzeitig war der eBook-Preis meines Liebesromans "Mauern um Dein Herz" den ganzen Monat lang reduziert...
An dieser Stelle nochmals vielen Dank an alle, die das Buch heruntergeladen haben. Ich wünsche Euch vergnügliche Lesestunden.



Im letzten Monat habe ich meinem Fernweh nachgegeben und reiste mit meinem Mann nach Portugal. Von Lissabon aus fuhren wir kreuz und quer durchs Land und flogen von Porto wieder zurück mach Deutschland. Auf dem Weg lagen viele historische Stätten und was hatte ich da jeden Tag vor Augen?

Mauern!

Ich musste unwillkürlich grinsen, wenn eine Stadt- oder Festungsmauer vor uns aufragte. Mauern - wohin ich auch blickte. Die schönsten davon habe ich für Dich ausgesucht.

Hast Du Deinen Sommerurlaub schon geplant? Wohin geht die Reise?
Poste die Antwort gerne in die Kommentare - ich bin sehr gespannt. Und falls Du noch Lesestoff brauchst... ich hätte da einen Vorschlag: Klicke doch mal auf diesen Link

Sonntag, 28. Mai 2017

Leben hinter Mauern und keine Aussicht auf Entkommen

Das Monatsmotto auf meinem Instagram Account lautet im Mai "Mauern".

Ich habe die geposteten Bilder hauptsächlich mit meinem Liebesroman "Mauern um Dein Herz" verbunden.  Ein Grund dafür ist natürlich das Sonderangebot von € 2,99, das den gesamten Monat Mai gültig ist - also nur noch wenige Tage! Hast Du das eBook schon heruntergeladen? Wenn nicht, ist hier nochmal der Link zur entsprechenden Seite auf Amazon.

Doch Mauern sind auch in meinen anderen Büchern ein Thema. In der Surya Mahal - Reihe wird meiner Protagonistin Cathérine ihre Freiheit und Selbbestimmung genommen, daher habe ich für den heutigen Blogpost eine Mini-Leseprobe aus "Die Spur des Schwarzen Drachen" herausgesucht, die ihre Ankunft in Marrakesch beschreibt. Cathérine wird ins Haus von Jamal al-Mansouri gebracht, dem Vater ihres Bewachers Rashid, und sie hat keine Ahnung, was sie dort erwartet.
Los geht's:
Die Frau führte Cathérine und Maria die Treppe nach oben. Erstaunt nahm Cathérine zur Kenntnis, dass die ältere Frau englisch sprach, ein wenig stockend und mit einem recht starken Akzent, aber dennoch gut verständlich. Im ersten Stock gingen sie auf ein großes schmiedeeisernes Tor zu, das von einem Mann bewacht wurde. Der Mann war groß und breitschultrig. Er hatte einen sehr kräftig gebauten, muskulösen Körper, sein Gesicht war glatt rasiert und auch auf seinem Kopf war kein einziges Haar zu sehen. Seine dunkelbraunen Augen funkelten Cathérine an, aber das Beunruhigendste an ihm war der lange Dolch mit dem verzierten Elfenbeingriff an seinem Gürtel. Er öffnete die Gittertür und trat zur Seite, damit die Frauen eintreten konnten. Hinter ihnen schloss er die Tür sofort wieder.
„Das ist unser Bereich“, erklärte die Frau. „Die Wohnungen der Frauen liegen hier in diesem Teil des Hauses.“
Ein getrennter Bereich für die Frauen, bewacht von einem bewaffneten Mann! Also doch ein Harem, dachte Cathérine bitter. Sie wollte sich lieber nicht vorstellen, was sie hier zu erwarten hatte, aber sie machte sich keine Illusionen über ihr Leben in diesen Mauern. Mit gesenktem Blick, enttäuscht und ohne sich weiter für ihre Umgebung zu interessieren, folgte Cathérine der Frau. Es war ihr gleichgültig, wohin sie ging und da Maria ihr folgte, bemerkte Cathérine auch nicht, dass die Inderin ganz anderer Stimmung war.
Maria sah sich mit leuchtenden Augen und einem Lächeln auf den Lippen um. Sie nahm jedes Detail ihres Weges in sich auf, als könne sie sich nicht satt sehen. Vorfreude lag in ihrem Lächeln und ihr Gang war federnd und leicht.
Dann waren sie offensichtlich an ihrem Ziel angekommen, denn die ältere Frau öffnete eine Tür und ließ Cathérine lächelnd den Vortritt. Sie führte die beiden Frauen durch einen fast quadratischen Flur zu einer weiteren Tür und Cathérine stand plötzlich in einem geräumigen Wohnzimmer. Dunkle Möbel befanden sich darin, doch die Wände und Kissen erstrahlten in Gelb- und Rottönen, durch die das Zimmer hell und freundlich erschien. Vier Fenster ließen das Tageslicht herein, doch hinter den Scheiben versperrte ein kunstvolles Geflecht aus Ranken und Blättern den freien Blick auf das, was draußen lag. Es sah sehr schön aus, doch die rankenden Zweige waren aus Stein und somit genauso wirkungsvoll wie ein Gitter aus Eisenstäben.
„Das ist Ihr Wohnzimmer, Mademoiselle Bergmann“, erklärte die Frau. „Hier drüben ist Ihr Schlafzimmer, daneben befindet sich Ihr Bad. Die Zimmer von Mademoiselle Da Silva sind gleich nebenan.“
„Ich bin gleich wieder bei Ihnen“, sagte Maria zu Cathérine und verließ mit der älteren Frau das Zimmer.
Cathérine ging weiter zu ihrem Schlafzimmer. Das Zimmer war genauso orientalisch eingerichtet wie das Wohnzimmer und wirkte sehr weiblich. Sie legte den Schleier ab und ließ ihn einfach fallen. Dann zog sie den schwarzen Mantel aus und warf ihn ebenfalls auf den Boden. Das Schlafzimmer hatte nur ein Fenster, aber es war größer als die im Wohnzimmer und in der Nische vor dem Fenster befand sich eine Sitzbank. Cathérine ging zum Fenster und sah hinaus. Unter ihr lag ein Garten mit blühenden Büschen, schattigen Wegen und einem Springbrunnen mit Bänken darum herum. Eine hohe Mauer umgab den Garten und Cathérine ließ sich müde auf der Bank nieder. Für sie gab es nur noch verschlossene Räume, vergitterte Fenster und unüberwindlich hohe Mauern. Sie lehnte ihren Kopf zurück und schloss die Augen. Sie saß einfach still und unbeweglich in der Nische am Fenster, während ein paar Tränen unter ihren geschlossenen Lidern hervorquollen und ungehindert über ihre Wangen liefen. Maria fand sie noch immer dort sitzend, als sie nach einigen Minuten zurückkehrte.
„Ich werde Ihnen ein Bad einlassen“, sagte Maria und lächelte.
Cathérine hatte gegen ein Bad wirklich nichts einzuwenden. Sie stieg in die Wanne und genoss das warme, duftende Wasser, das ihren Körper umhüllte. Maria ließ sie für einige Zeit alleine und sie wusch sich in aller Ruhe den Staub der Wüste vom Körper. Als sie das Bad verließ, hätte sie sich am liebsten gleich ins Bett gelegt, so erschöpft fühlte sie sich. Doch Maria war mit frischer Kleidung zurückgekehrt und half Cathérine beim Abtrocknen und Ankleiden. Dann brachte sie sie ins Wohnzimmer. Irgendjemand hatte in der Zwischenzeit etwas zu Essen gebracht. Ein Tablett stand auf dem Tisch und der Duft des Essens stieg Cathérine verführerisch in die Nase. Sie hatte Hunger! Seit dem Morgen hatte sie nichts mehr gegessen und jetzt knurrte ihr Magen.
„Lassen Sie das Tablett einfach stehen, wenn Sie fertig sind“, sagte Maria. „Ich werde es später holen.“
Dann verließ Maria das Zimmer und Cathérine setzte sich hin und aß. Das Essen schmeckte wunderbar und Cathérine aß alles auf, bis zum letzten Rest. Auch nachdem sie fertig gegessen hatte, war Maria nicht zurückgekehrt und Cathérine ging auch nicht auf die Suche nach ihr. Sie war im Augenblick zufrieden damit, dass sie alleine war. Solange sie konnte, wollte sie es genießen, so ungestört wie in diesem Moment zu sein. Wenn sie versucht hätte, ihr Zimmer zu verlassen, wäre sie wahrscheinlich sowieso nicht weit gekommen in diesem Harem.
Gesättigt und mit einem Gefühl der Zufriedenheit ging sie zurück in ihr Schlafzimmer, zog sich aus und legte sich ins Bett. Es war herrlich, endlich wieder in einem richtigen Bett schlafen zu können, dachte sie. Doch auch wenn an diesem Abend ein wohliges Gefühl von Wärme und Zufriedenheit ihre Sinne einhüllte, sagte ein Rest von Vernunft in ihr, dass sie sich trotzdem noch immer in einem Gefängnis befand.

Kannst Du nachfühlen, wie es in Cathérine aussieht? Hättest Du in dieser Situation noch Hoffnung? Würdest Du an ihrer Stelle resignieren?

Möchtest Du wissen, wie es für Cathérine weitergeht? Dann ist "Die Spur des Schwarzen Drachen" nur einen Klick weit entfernt.

P.S.: "Die Spur des Schwarzen Drachen" ist zwar Band 3 der Surya Mahal - Reihe, doch kannst Du den Roman auch einzeln lesen. Möchtest Du lieber von vorne anfangen, dann beginne mit "Geld, Macht, Tod".

Sonntag, 14. Mai 2017

Ricardo di Cataldi - Interview mit einem Frauenhelden

Liebe Leser!
Ich freue mich sehr, dass ich Ricardo di Cataldi als Interviewpartner gewinnen konnte. Das Treffen fand vor ein paar Tagen im Garten der altehrwürdigen Villa seiner Familie statt. Was sage ich! Im Garten? Eher im Park - mit uralten Bäumen, gepflegten Rasenflächen und einer Blumenpracht, die einem botanischen Garten alle Ehre machen würde.

S.K.: "Signor di Cataldi, ich freue mich, dass Sie mich heute empfangen und meine Fragen beantworten wollen."
Er neigt lächelnd seinen Kopf.
S.K.: "Sie sind einer der erfolgreichsten Immobilienmakler Roms. Was ist ihr Geheimnis?"
RdC: "Ich führe lediglich weiter, was mein Vater begonnen hat."
S.K.: "So bescheiden? Wie man hört, haben sich die Gewinne beträchtlich erhöht, seit Sie die Leitung übernommen haben. Wie erklären Sie diesen Erfolg?"
RdC: "Gute Arbeit zahlt sich eben aus."
S.K.: "Da muss doch noch mehr dahinterstecken! Verraten Sie es mir?"
Er denkt nur einen kleinen Moment lang nach.
RdC: "Nun, ich bin kontaktfreudig, ich höre zu und ergreife eine Chance, wenn sie sich bietet."
S.K.: "Kann man sagen, dass Sie spontan sind?"
RdC: "Eindeutig ja."
S.K.: "Wie sieht ein normaler Tag für Sie aus? Gibt es bestimmte Rituale, die Sie nicht missen wollen?"
RdC: "Ein normaler Tag?" Er lacht. "So etwas gibt es bei mir nicht. Jeder Tag ist anders. Jeder Tag hat seine Herausforderungen. Aber ein Ritual, ja, das gibt es. Jeden Morgen bringt Sofia, meine Sekretärin, mir als erstes einen Milchkaffee. Während ich den Kaffee genieße, gehen wir meine Termine für diesen Tag durch. Das ist der einzige ruhige Moment des Tages und in dieser Zeit darf uns niemand stören! Absolut niemand."
S.K.: "Sind Sie eher ein Frühaufsteher oder ein Nachtmensch?"
RdC: "Beides. Es komm darauf an, welches davon gerade erforderlich ist." 
S.K.: "Sie sind also sehr diszipliniert. Schlagen Sie denn niemals über die Stränge?"
RdC: "Selbstverständlich nicht."
Seine Antwort kommt ohne das geringste Zögern, aber mit einer gewissen Arroganz herüber, die mir wohl sagen soll, dass mich das nichts angeht. 
S.K.: "Wie wichtig ist Ihnen Geld?"
RdC: "Es ermöglicht mir zu leben, wie ich leben will."
S.K.: "Sind Sie glücklich?"
RdC: "Sehen Sie sich um." Er macht eine weit ausholende Handbewegung.
S.K.: "Geld und Besitz macht Sie also glücklich?"
RdC: "Ich sagte bereits: es ermöglicht mir zu leben, wie ich es will."
S.K.: "Wovor fürchten Sie sich?"
Er zuckt mit den Schultern und schweigt. Und ich lerne: wenn Ricardo di Cataldi eine Frage nicht beantworten will, dann tut er es nicht.
S.K.: "Was macht Sie wütend?"
RdC: "Unprofessionelles Verhalten und Dummheit."
S.K.: "Worauf legen Sie Wert? Was ist Ihnen wichtig?"
RdC: "Ich lege großen Wert auf Fairness. Und jeder sollte immer das Beste geben. Nur so bringt man eine Sache voran und hat letztendlich Erfolg."
Ich beschließe, zu persönlicheren Fragen überzugehen. 
S.K.: "Signor di Cataldi, Ihr bloßer Anblick lässt viele Frauenherzen schlagen. Warum sind Sie noch immer Junggeselle?"
RdC: "Warum nicht?" Seine Lippen kräuseln sich zu einem zynischen Lächeln. "Würde ich mit einer Heirat nicht die gesamte Damenwelt bitter enttäuschen?"
S.K.: "Glauben Sie an Liebe auf den ersten Blick?"
RdC: "Eher nicht..." murmelt er und nippt an seinem Milchkaffee.
S.K.: "Was ist Ihnen beim Thema Freundschaft am wichtigsten?"
RdC:  "Ehrlichkeit und Offenheit. Unter Freunden sollte man sich geradeheraus die Meinung sagen können, ohne dass die Freundschaft daran zerbricht."
S.K.: "Können Männer und Frauen Freunde sein?"
RdC: "Nein!"
S.K.: "Ihre Antwort klingt sehr entschieden. Warum denken Sie das? Warum können Männer und Frauen keine Freunde sein?"
RdC: "Weil sie viel zu verschieden sind. Ihre Interessen, ihre Ziele, ihr Humor."
S.K.: "Möchten Sie mir das noch ein wenig genauer erläutern."
RdC: "Nein, Signorina, das möche ich nicht."
S.K.: "Weil ich eine Journalistin bin?"
RdC: "Weil dieses Thema viel zu persönlich ist, um öffentlich erörtert zu werden."
S.K.: "Es ist bekannt, dass Ihr Verhältnis zur Presse nicht das beste ist..."
RdC: "Sie können sich nicht beklagen. Sie sitzen hier und führen ein Interview mit mir."
S.K.: "Aber Sie haben meinen Fotografen abgelehnt."
RdC: "Mein Büro stellt Ihnen eine Auswahl an Fotos zur Verfügung. Ein Fotograf war daher nicht notwendig."
S.K.: "Signor di Cataldi, eine letzte Frage: wie sieht für Sie ein entspannter Feierabend aus?"
Er atmet tief ein, nimmt einen Schluck Kaffee und lächelt.
RdC: "Ein Milchkaffee im Garten, ein Workout beim Sport, ein Glas Wein und ein gutes Buch, ein Essen mit Freunden, Tanzen - es gibt viele Arten zu entspannen."
S.K.: "Herzlichen Dank für dieses Gespräch, Signor di Cataldi."














Dies war nur ein winziger Einblick in Ricardo di Cataldis Leben und Charakter. Willst Du mehr über Ricardo wissen? Dann kommt mein Angebot in diesem Monat vielleicht genau richtig für Dich:
den Liebesroman "Mauern um Dein Herz" bekommst Du diesen Monat als eBook für nur € 2,99 (statt normalerweise € 5,99).
Worauf wartest Du noch? Hier ist schon mal der Link zu Amazon und zu Thalia und zu Kobo und... das Angebot gilt auf allen Kanälen - schau einfach in Deinem Lieblingsshop nach! Viel Spaß beim Schmökern!

P.S.: die beiden Bilder oben habe ich übrigens in Rom aufgenommen - vor gut 40 Jahren


Sonntag, 30. April 2017

Schauplätze im Roman beschreiben, auch wenn man noch nie dort war?

Eine Geschichte spielt oft an vielen Schauplätzen. Wir Autoren beschreiben die Schauplätze und machen sie mit unseren Worten lebendig für die Leser. Es ist unsere Aufgabe und unser Anliegen, dass unsere Leser den Windhauch spüren, der die Oberfläche eines Sees kräuselt, dass sie das Donnern des Meeres in einer stürmischen Nacht hören oder dass sie Gänsehaut bekommen, wenn "seine Hand sanft ihre Brüste streichelt und..."

Schön, wenn in Deinem Kopf jetzt das eine oder andere Bild entstanden ist. Aber die obigen Beispiele sind ja auch denkbar einfach. Ein Platz am See oder am Meer oder ein x-beliebiges Schlafzimmer - diese Orte kann ich beschreiben, wie ich will, denn sie existieren nur in meiner Phantasie. Ganz anders sieht es mit realen Schauplätzen aus.

"Er schlenderte den Ku'damm entlang bis zum Brandenburger Tor."
"In einem Café an der Binnenalster gönnte sie sich einen Cocktail und genoss die besondere Atmosphäre von St. Pauli."

Was sagst Du dazu? Selbst jemand, der nicht in Berlin oder Hamburg wohnt, weiß, dass diese Ortsbeschreibungen völliger Unsinn sind! Wärst Du nicht genervt, wenn Du so etwas in einem Roman lesen würdest? Und wärst Du nicht sauer, wenn ich, die Autorin, mir so wenig Mühe gemacht und so schlecht recherchiert hätte?

Wenn ich meine Leser nicht nerven will, muss ich also anders vorgehen - wie zum Beispiel bei einer Szene in "Geld, Macht, Tod", die in Rotterdam spielt.
Hier ein Auszug:

"Pünktlich um 16 Uhr traf Rajendra Kalachuri in der Achterstraat ein. Kaum hatte der Wagen angehalten, öffnete sich auch schon das große Tor.
...
Die Halle war riesig und auf beiden Seiten waren Hochregale zu sehen. In mehreren Ebenen zogen sie sich bis zur Decke der Halle hin und auf jedem Regal befanden sich Kartons und Kisten. Ein Gabelstapler stand links von ihnen, doch im Augenblick war kein Arbeiter zu sehen. Kalachuris Wagen hielt mitten in der Halle an. Erik stieg aus und sah sich aufmerksam um."

Gibt es die Achterstraat nun in Rotterdam oder nicht?  Bedaure - nein.
Wie bitte?
Ja, Du hast richtig gelesen. Aber es gibt einen einfachen Grund, warum ich die Straße erfunden habe: in dieser Szene werden gleich mehrere Verbrechen begangen! Schmuggel, Betrug, Verrat und...

"Da gibt es nur ein Problem, Sir", sagte Erik.
Kalachuri sah hinüber zu seinem Bodyguard und sein Gesichtsausdruck zeigte deutlich den Zorn, der sich nun jedoch mit ungläubigem Staunen mischte. Erik nahm seinem Bewacher seelenruhig die Pistole aus der Hand und richtete sie auf seinen Chef.
"Was für ein Problem?" fragte Kalachuri mit zusammengebissenen Zähnen.
"Wie sollte ein Toter sich rächen?"
Und bevor Kalachuri sich über die Bedeutung dieser Worte klar werden konnte, zog Erik den Abzug durch und schoss.

Außer diesen anderen Verbrechen geschieht hier auch noch ein Mord! Und das wollte ich einer echten Straße nicht zumuten...
Als ich den Roman schrieb, kannte ich Rotterdam übrigens nicht. In meiner Vorstellung bestand die Stadt nur aus Hafen, Lagerhallen und Industrieanlagen - wie man an der Szene oben unschwer erkennen kann. Als ich dann im letzten Jahr Rotterdam besuchte, war ich angenehm überrascht. Hafen und Wasserwege dominieren die Stadt, aber Rotterdam hat noch viel mehr zu bieten als nur Schiffe und Lagerhallen.


Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich möglicherweise einen anderen Schauplatz gewählt - in der riesigen Markthalle vielleicht oder bei den Kubushäusern... Rotterdam hat viele lohnende Schauplätze zu bieten.

Apropos - in meinem Newsletter im Mai erfährst Du noch mehr über Schauplätze, dann aber über echte Schauplätze, über Straßen und Plätze, die wirklich existieren und die in meinen Romanen wichtige Rollen spielen. Melde Dich hier an, dann bist Du noch rechtzeitig dabei.

Freitag, 14. April 2017

Ein Geschenk vom Osterhasen

Traditionell versteckt der Osterhase die bunten Eier und die Süßigkeiten, die die Kinder zu Ostern geschenkt bekommen. Es hat auch mir als Kind immer Spaß gemacht, im Garten unter jeden Strauch zu schauen, um den Schoko-Hasen, die bunten Ostereier und die anderen kleinen Geschenke zu finden.



Über Geschenke freut sich jeder und daher dachte ich mir, ich mache Euch zu Ostern ein Geschenk. Aber was für einen Sinn hätte es, wenn ich mein Geschenk für Euch verstecken würde?

Richtig! Gar keinen.

Daher lege ich das Geschenk ganz offen hin, dass jeder es sofort finden kann.


Über die Osterfeiertage kannst Du Dir meinen Roman "Geld, Macht, Tod" für nur € 1,99 herunterladen. Das eBook gibt es also vier Tage lang zum halben Preis - und das auf allen Verkaufsplattformen von A wie Amazon über H wie Hugendubel oder N wie neobooks oder T wie Thalia bis W wie Weltbild.

Worauf wartest Du noch? Das Angebot gilt nur bis Ostermontag, den 17.3.2017

Ich wünsche allen meinen Freunden und Lesern ein frohes Osterfest und ein paar entspannte Tage bei hoffentlich frühlingshaftem Wetter!

Samstag, 1. April 2017

31 Tage gemeinsam mit Lesern und Autoren

Jeden Tag ein Bild posten - und das einen ganzen Monat lang!

Mit vielen anderen Lesebegeisterten habe ich im März an der Instagram-Challenge von Annika Bühnemann #wirsindtraumfaenger teilgenommen. Es war wirklich eine Herausforderung, für jeden Tag zum vorgegebenen Thema ein Foto zu machen und sich einen passenden Text zu überlegen... aber ich habe es geschafft - an 30 von 31 Tagen.

Erinnerst Du Dich noch an das Bild mit den 31 Themen, das ich im Februar gepostet habe? Falls nicht, hier ist es nochmal:

Es gab Tage, da wusste ich sofort, was für ein Bild ich nehme und was ich dazu schreiben werde. Es gab aber auch Tagesaufgaben, bei denen ich echt grübeln musste, wie ich die Frage beantworte und was für ein Bild ich dazu auswähle bzw. kreiere. Doch es ist mir gelungen und gar nicht so schlecht, denn jedes Bild hat vierzig bis sechzig Likes bekommen. 😉 Schau sie Dir mal an:




Es fehlen natürlich meine Texte, aber die kannst Du gerne auf Instagram nachlesen...

Durch die Challenge bin ich auf viele interessante Personen aufmerksam geworden, teilweise Leser und Blogger, teilweise Autoren, mit denen ich sicherlich auch in Zukunft Kontakt halten werde. Ich habe neue Follower dazugewonnen und viele Likes erhalten - und verteilt 😍. Alles in allem ein sehr interessanter, spannender und kurzweiliger Monat.

Und mein Fazit?

Gerne mache ich wieder bei einer solchen Challenge mit, aber wahrscheinlich nicht mehr bei einer Challenge mit täglichen Aufgaben, noch dazu über einen Zeitraum von einem ganzen Monat hinweg. Die Erfüllung der Aufgaben bindet einfach zu viel Zeit, wenn man einen normalen Job, Familie, Freunde, Haushalt und Garten hat und nebenher noch ein wenig schreiben will...

Man kann schließlich nicht auf allen Hochzeiten tanzen und muss Prioritäten setzen.

Welches Foto gefällt Dir am besten? Schreib Deine Antwort gerne unten in die Kommentare. Ich würde mich sehr freuen.