Sonntag, 15. Oktober 2017

Ein großartiger Tag auf der Frankfurter Buchmesse 2017

Schon im Parkhaus bekam ich ein Kribbeln im Bauch, als ich die vielen Menschen sah, die zum Messebus strömten.

"Das sind alles Leute, die mit Büchern zu tun haben. Das sind alles Leute, die gerne lesen, die Geschichten mögen. Lauter Gleichgesinnte also!"

Eine begeisternde Vorstellung, nicht wahr?

Die Bushaltestelle befindet sich direkt vor Halle 3 und das passt mir sehr gut. In Halle 3 sind die Self Publisher zu Hause und dort gehe ich immer zuerst hin.
Ich kam gerade rechtzeitig zum Workshop von neobooks zum Thema "eBook-Marketing". In der ersten Reihe war noch ein Platz frei... Ich habe schon viel über Marketing gelesen, aber es war dennoch sehr hilfreich, die wichtigsten Punkte beim eBook-Marketing strukturiert und übersichtlich präsentiert zu bekommen.
Eine Zahl, die ganz zu Anfang genannt wurde, hat mich zuerst mal kurz umgehauen: in Deutschland gibt es allein im Self Publishing etwa 200 Neuerscheinungen pro Tag! Das muss man erst einmal verdauen: zweihundert! Jeden Tag!

Zweihundert. Okay. Na und? Soll ich deswegen aufhören zu schreiben? Nein!

Der erste Schock war überstanden und ich konzentrierte mich wieder auf den Vortrag. Ein gut gestaltetes Cover, ein knackiger Klappentext, Preisaktionen, Gratisaktionen, Leserunden, Gewinnspiele - ja, es gibt viele Möglichkeiten und Chancen, neue Leser zu gewinnen und im Ranking ein wenig höher zu klettern.

Nach dieser lehrreichen Lektion brauchte ich erst einmal frische Luft. Das Wetter am Donnerstag war herrlich und auf dem großen Platz zwischen den Hallen gab es kaum eine freie Sitzgelegenheit. Ich spazierte quer über den Platz zur Halle 6 und besuchte oben am Übergang zu Halle 5 den Stand des ZDF, wo mich der nette Toningenieur (den ich übrigens von meinem Hauptjob her kenne) mitnahm hinter die Kulissen. Ich konnte zuschauen, wie die Moderatoren und Gäste in der Maske geschminkt und dann verkabelt wurden, bevor sie hinausgingen aufs Blaue Sofa.
Einige Zeit schlenderte ich einfach so durch die Hallen und ließ die Atmosphäre auf mich wirken. Ich schaute mir die Neuerscheinungen der großen Verlage an, sprach mit einem kleineren Verlag und informierte mich über die Arbeit einer Lektorin, bevor ich am frühen Nachmittag einen weiteren Workshop besuchte, dieses Mal am Stand von BoD.

"Die eigene Autorenwebsite erstellen"

Dieses Thema war für mich ganz besonders aktuell und interessant, weil ich mir vor etwa zwei Monaten die Webadresse sabrinakyrell.de gesichert habe und die Homepage derzeit mit Inhalten fülle (Die Website wird Ende Oktober online gehen. Und ich werde darüber an dieser Stelle berichten.).
Angefangen von den verschiedenen Möglichkeiten einer Webpräsenz über Konzept und Aufbau der Homepage bis zu den rechtlichen Vorschriften waren alle wichtigen Punkte im Vortrag enthalten. Auch das Thema SEO durfte nicht fehlen.
Alles in allem ein Workshop, von dem ich viel mitgenommen habe. Danke BoD!

Nach so viel Theorie war mein nächster "Programmpunkt" ein menschlicher - nämlich ein Treffen mit Autorinnen vom Autorinnenclub. Kari Lessir kannte ich ja schon, aus dem Netz und von einem persönlichen Treffen bei einer meiner Lesungen. Neu lernte ich Marion Vogel, Bianka Bös und Margaux Navara kennen. Wir alle schreiben völlig unterschiedliche Romane, aber das hielt uns nicht davon ab, uns gegenseitig sehr sympathisch zu finden. Wir werden definitiv in Kontakt bleiben!


Die Leute von Thalia lassen sich für die Besucher immer etwas Nettes einfallen. In diesem Jahr gab es Lesezeichen, nicht irgendwelche, sondern mit dem eigenen Bild darauf. Das konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen und hier ist das Ergebnis:
Ich war schon auf dem Weg zum Bus, als ich am Stand von KdP  vorbeikam und einen Blick auf den Bildschirm hinter dem Moderator warf:
"Neu! Autorenexemplare jetzt auch bei KdP."

Ich blieb stehen und hörte zu. Und auf dem Heimweg beschloss ich, meine Taschenbücher nach und nach von Createspace zu KdP umzuziehen.


Fazit: ein äußerst kurzweiliger, lehrreicher und inspirierender Tag, dazu Begegnungen mit interessanten und liebenswerten Menschen.

Samstag, 30. September 2017

Blogparade zur Frankfurter Buchmesse 2017

Die Wege des Internets sind manchmal ziemlich kurvig.

Sheena von Sheenas Creativ Bookworld hat irgendwo gepostet, dass es eine Blogparade zur Frankfurter Buchmesse gibt.

Seht Ihr, wie kurvig das Netz ist? Ich weiß nicht einmal mehr, auf welcher Plattform ich das gesehen habe. Okay, das mag vielleicht nicht nur am kurvigen Netz liegen, sondern möglicherweise auch an meinem Gedächtnis... Egal! Dadurch bin ich auf den Blog einer Lesebegeisterten gestoßen, auf dem ich sicherlich immer wieder vorbeischauen werde.

Biggis Blog heißt "Melusines Welt" und unter diesem Link findet Ihr den Aufruf zur Blogparade.

www.sabrinakyrell.de/start.html


Jetzt aber zu den Fragen und zu meinen Antworten:

Nenne drei Gründe, warum du 2017 die Frankfurter Buchmesse besuchst.
1. Ich kann dort mit anderen Autoren ins Gespräch kommen und vielleicht sogar einige von Euch Buchbloggern kennenlernen. 😎
2. Die Ansprechpartner von Verlagen und BoD-Anbietern sind dort. Ich kann also direkt ein paar Fragen loswerden.
3. Frankfurt liegt bei mir quasi um die Ecke. Da MUSS ich doch einfach hin!

Was ist für dich das Besondere an dem Besuch einer Buchmesse, besonders in Frankfurt?
Wo sonst bekommt man alles Facetten des Buchmarktes so hautnah mit? Auf der Buchmesse gibt es außer Belletristik ja auch noch Sachbücher zu allen möglichen Themen und Bildbände und Reiseführer, die mich als alte Reisetante magisch anziehen.
Dass die Messe in Frankfurt stattfindet, hat für mich keine große Bedeutung. Es liegt für mich einfach näher als z.B. Leipzig und ist daher besser erreichbar.
Auf welchen Programmpunkt auf der FBM 2017 freust du dich besonders?
Weiß ich noch nicht. Ich bin gerade dabei, die Programme der Aussteller zu durchforsten und mir mein eigenes Programm zusammenzustellen. Ich bin für Vorschläge noch offen.
Wo ist dein Lieblingsort auf der Frankfurter Buchmesse und warum?
Mein Lieblingsort ist eindeutig die Self Publisher Halle. Dort bekomme ich die neuesten Informationen für meine Arbeit, kann mir Vorträge anhören und Kollegen treffen.
Was unternimmst du nach Schließung der Messehallen abends in Frankfurt? 
Da ich nur eine Stunde zu fahren habe, fahre ich nach Hause. Dort kann ich am besten entspannen und den Tag Revue passieren lassen. Die Messetage sind schließlich lang und anstrengend.
Wie hältst du deine Erfahrungen von der Buchmesse fest? (Foto/Notizbuch oder ähnliches)
Mit dem Smartphone halte ich die besonderen Momente im Bild fest und die wichtigen Informationen ganz altmodisch mit Stift und Notizbuch.

Wenn Ihr mich mal persönlich kennenlernen möchtet, schreibt mir gerne in die Kommentare oder eine Nachricht über FB etc. Vielleicht klappt es ja auf der FBM. Ich würde mich sehr freuen!

Sonntag, 17. September 2017

Autorenleben - Faulheit ausdrücklich erlaubt

Viele Menschen in Deutschland haben in den letzten Monaten Ferien gemacht - ich gehöre auch dazu.
Nicht in den Sommerferien allerdings, denn während der Sommerferien haben diejenigen meiner Kollegen Urlaub, die Kinder im schulpflichtigen Alter haben. Ich dagegen arbeite in dieser Zeit trotz Teilzeitvertrag dann Vollzeit. Ich will mich auf keinen Fall beschweren! Das ist völlig okay so.

Der Ausgleich kommt dann irgendwann später, außerhalb der Ferien.

Und der Ausgleich kam: letzte Woche waren mein Mann und ich in Leogang zum Wandern. Es war herrlich - Entspannung pur! Auch wenn das Wetter dieses Mal nicht so ganz mitgespielt hat... wir hatten sogar an einem Tag Schnee! Es war so viel, dass ich meinen Namen auf die Bank schreiben konnte.

Trotzdem waren wir jeden Tag von morgens bis abends draußen unterwegs und fielen müde und zufrieden ins Bett.

Allerdings habe ich aus diesen Gründen in den letzten Wochen nicht so viel an meinem neuen Roman geschrieben, wie ich eigentlich wollte. Ich habe ein paar Kapitel überarbeitet, einige Szenen neu geschrieben und Notizen zu den Charaktereigenschaften meiner Protagonisten gemacht, die ich noch in die Fantasy-Story einarbeiten möchte.

Falls Du jetzt sagst: das ist doch schon was! Nach so wenig klingt das gar nicht!

Danke!!! Du hast ja Recht.

Ich habe mir erlaubt, den Sommer zu genießen! Ich habe mit meinem Mann auf der Terrasse gesessen, habe unseren Garten genossen und es mir abends bei einem Gläschen Wein gutgehen lassen. Auch das Lesen kam nicht zu kurz. Das habe ich mir einfach gegönnt! Basta.
Jeder von uns hat genug Druck in seinem Leben - beruflich oder privat. Da sollten wir uns immer mal wieder eine Auszeit vom Alltag nehmen und - ganz wichtig! - wir müssen uns weder dafür entschuldigen, noch deswegen ein schlechtes Gewissen haben.

Wie siehst Du das? Ist auch bei Dir ab und zu "Faulheit ausdrücklich erlaubt"?

Schreib die Antwort gerne in die Kommentare.

Sonntag, 3. September 2017

Autorenleben: Aktiv in der Natur

Ein Schriftsteller verkriecht sich Tag für Tag in seinem stillen Kämmerlein und bringt in der Ruhe und Abgeschiedenheit seine geistigen Ergüsse aufs Papier.

Es soll tatsächlich Menschen geben, die dieses Klischee für die Wahrheit halten, doch mir fällt dazu spontan ein Gemälde ein: "Der arme Poet" von Carl Spitzweg.

Stellst Du Dir so einen Dichter oder Romanautoren vor?

Spitzwegs armer Poet sieht nicht aus, als hätte er Freunde... Er haust in einer Dachkammer, schläft auf einer Matratze auf dem Boden und muss einen Schirm aufspannen, damit er nicht nass wird, wenn der Regen durchs undichte Dach tropft...
Ich frage mich: Wie soll einem in so einer Umgebung irgendetwas Gescheites einfallen?!

Da halte ich es doch lieber mit dem alten Volkslied "Das Wandern ist des Müllers Lust...". Nicht nur ein Müller, auch andere Handwerksburschen zogen in früheren Zeiten durch die Lande, um zu lernen und Erfahrungen zu sammeln. Auch Dichter und Romanschreiber gingen auf Reisen, um sich mit anderen Gelehrten auszutauschen - allen voran Johann Wolfgang von Goethe auf seiner "Italienischen Reise". Auch zu ihm kommt mir sofort ein Gemälde in den Sinn.

Ich will mich beileibe nicht mit einem Dichterfürsten wie Goethe vergleichen, aber Reisen und ausgedehnte Spaziergänge scheinen kreativen Menschen gut zu tun - auch mir.

Wenn dann noch ein Glas guten Weines und ein paar leckere Happen dazukommen, nenne ich das "Pures Vergnügen".
Wie jedes Jahr am ersten Sonntag im September fand auch heute die Alzeyer Wingertshäuschen-Wanderung statt.
Tausende Menschen wandern dabei von einem Weinbergshäuschen zum nächsten - sie essen Rheinhessische Spezialitäten, trinken Rheinhessischen Wein, sie naschen von den reifen Trauben am Wegesrand, sie treffen Freunde und unterhalten sich.

Möchstest Du sehen, wie Rheinhessische Lebensfreude aussieht? Hier sind ein paar Eindrücke:

Ich genieße diesen Wandertag jedes Jahr aufs Neue und freue mich schon Wochen vorher darauf.
Und abends, wenn ich vollgepumpt mit Sauerstoff, aufgekratzt von den vielen netten Gesprächen und müde von der Bewegung in frischer Luft nach Hause komme, habe ich ein schlechtes Gewissen, weil ich einen ganzen Tag vertan habe, ohne einen Buchstaben zu schreiben.

Sorry! Aber das zu behaupten, wäre eine glatte Lüge!

Vielmehr bin ich nach einem solchen Tag glücklich und zufrieden. Die Wangen sind gerötet, das Gehirn voller Sauerstoff und die Autorin in mir voller Tatendrang.

Aktiv sein im Grünen? Von mir ausdrücklich empfohlen!

Geht es Dir genauso? Bewegst Du Dich auch gerne in der Natur? Oder hast Du eine ganz andere Strategie, um den Kopf freizubekommen?
Lass mich daran teilhaben und schreib Deine Antworten gerne in die Kommentare.

Sonntag, 20. August 2017

50 Cent für ein noch schöneres Lonsheim 2018

Seit mehreren Monaten ist mein kostenfreies eBook "Mord am Aussichtsturm" nun schon zum Download verfügbar. Ich freue mich sehr, dass es jeden Monat mehr als 100mal heruntergeladen wird. Auf diese Weise können interessierte Leser mich und meinen Schreibstil ganz unverbindlich kennenlernen.

Nun habe ich den "Mord" und die 3 Leseproben zu einem kleinen Taschenbuch zusammengefasst!

Du kannst Dir den Lonsheimer Aussichtsturm jetzt also auch ins Bücherregal stellen!
Ein Taschenbuch kann ich natürlich nicht mehr kostenfrei anbieten... Um den Kauf des Büchleins, das übrigens nur €3,60 kostet, attraktiver zu machen, habe ich mir etwas ausgedacht.

Wie die Stammleser meines Blogs sicherlich noch wissen, hatte mich die Gemeinde Lonsheim im letzten Jahr eingeladen, die Kurzgeschichte "Mord am Aussichtsturm" zum Rheinhessen-Jubiläum zu schreiben. Ich bekam dadurch die Möglichkeit, mich anlässlich der Weinprobe am Lonsheimer Aussichtsturm einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.

Im kommenden Jahr soll der Platz im Zentrum unseres Dorfes zu einem Dorfmittelpunkt für alle ausgebaut werden. Wir wollen dort Feste feiern und eine Stätte der Begegnung etablieren.

Die Idee finde ich toll und  deshalb möchte ich gern etwas dazu beitragen.

Als Dankeschön für die Unterstützung, die ich in Lonsheim erfahren habe, spende ich pro verkauftem Taschenbuch von "Mord am Aussichtsturm" 50 Cent an die Gemeinde. Ich hoffe, dass wir bis Ende des Jahres einen ordentlichen Betrag zusammenbekommen.

Wenn Du meine Aktion unterstützen möchtest, dann kannst Du das Büchlein hier kaufen. Und sprich darüber, damit möglichst viele Leute mitmachen.

Danke!

Sonntag, 6. August 2017

Was machen Romanfiguren bevor der Roman beginnt?

In einem Roman werden Ereignisse in einem meist eng gesteckten zeitlichen Rahmen behandelt. Das können einige Tage sein, wenige Monate, ein Jahr oder auch mehrere Jahre - selten länger.

Es gibt natürlich Ausnahmen. Eine Biografie, zum Beispiel. Da erwartet der Leser, dass er etwas über das gesamte Leben der Hauptperson erfährt - inklusive seiner Kindheit und Jugend. Biografien werden ja auch über berühmte Leute geschrieben und von denen will man alles wissen - alles.

Das trifft auf Romanfiguren nicht zu. Oder doch?

Ab und zu würdest Du doch bestimmt gern wissen, warum Romanhelden so handeln, wie sie im Roman handeln und wie sie zu der Person geworden sind, die sie heute sind. Stimmt's?

Hast Du Dich schon mal gefragt, wie es wäre, wenn Romanfiguren echt wären? Dann könntest Du Freunde oder Familienangehörige der Person fragen: Hey! Wie war der Typ eigentlich als Kind? Was hat er in der Schule so getrieben?
https://www.amazon.de/Sabrina-Kyrell/e/B00BCL3AUI

Tut mir leid. Protagonisten sind aber leider keine echten Menschen. Sie wurden vom Autor erfunden.

Damit sie aber lebensecht wirken, dichtet ihnen unsereiner aber ein Vorleben an. Ich habe von meinen Figuren eine klare Vorstellung. Ich sehe sie vor mir, stelle sie mir in Alltagssituationen vor oder ich erfinde Szenen, in denen ich sie in die Enge treibe und eine Reaktion aus ihnen herauskitzele. So lerne ich sie bessser kennen... ganz so, als wären sie echte Menschen.

Ereignisse aus der Vergangenheit einer Figur fließen in den Roman ein. Meist bringe ich einen Rückblick in einem Gespräch unter, lasse eine Person ein Detail aus seiner eigenen Jugend erzählen oder ich lasse die Person eine Bemerkung über die Vergangenheit einer anderen Figur machen. Der Leser erhält dadurch Background-Informationen, die für die Story wichtig sind. Und für mich sind solche Rückblicke immer wieder Inspiration zum Erfinden neuer Geschichten - das passiert, ohne bewusstes Zutun, einfach so.

Bei meiner vierteiligen Surya Mahal Reihe ist mir das dreimal passiert. Da sagt eine Figur zwei, drei Sätze und schon beginnt die Phantasie zu arbeiten. Aus den zwei, drei Sätzen ensteht eine Szene und aus mehreren Szenen dann eine Background - Geschichte. Zwei davon haben es bis zu Amazon geschafft.
Die eBooks kannst Du derzeit übrigens für nur 99 Cent pro eBook herunterladen, mit Kindle Unlimited sogar kostenlos. Klicke dafür einfach auf die Bücher und Du landest sofort auf der entsprechenden Amazon-Seite:
Hier für "Manolo" und hier für "Pakt der Sieger"

In meinem nächsten Newsletter, den ich übrigens schon nächsten Monat verschicke, werde ich die Dialoge vorstellen, aus denen heraus die Kurzromane entstanden sind.

Ist Dir etwas aufgefallen?

Ich habe oben davon gesprochen, dass mir die Sache mit den Background-Geschichten dreimal passiert ist. Ich erwähne aber nur zwei Geschichten... da fehlt doch eine!

Richtig!

Die dritte Geschichte, eine Kurzgeschichte, heißt "Die Silberne Münze" und Du erhältst sie als Dankeschön fürs Eintragen in meine E-Mail-Liste. Du gehörst noch nicht zu meinen Abonnenten? Dann kannst Du dies hier noch schnell tun.

Ich freue mich, Dir bald in meinem Newsletter noch mehr erzählen zu dürfen.

Sonntag, 23. Juli 2017

Freundschaft und Küsse - gibt es da Gemeinsamkeiten?

Die Beziehungen der Menschen untereinander sind vielfältig. Im Laufe unseres Lebens schließen wir viele Freundschaften und hoffentlich erhalten und verteilen wir auch viele Küsse. Doch was ist zuerst da? Der Kuss oder die Freundschaft?

Vom Kuss zur Freundschaft... oder umgekehrt? Was kommt zuerst? Beginnt eine Beziehung mit einem Kuss und geht dann über in Freundschaft? Oder fängt sie mit einer zarten Freundschaft an, entwickelt sich mit einem Kuss weiter und geht dann über in ... - wohin sich die Beziehung entwickelt, das belassen wir lieber im Bereich deiner Phantasie.

Am 6. Juli war der "Tag des Kusses" und am 30. Juli ist der "Tag der Freundschaft".

Zwei miteinander "verwandte" Gedenktage in einem Monat!

Im Laufe des Juli habe ich mir Gedanken über diese beiden Begriffe gemacht, passende Bilder dazu komponiert und auf Instagram veröffentlicht. Und dabei fiel mir auf, wie viele verschiedene Küsse und wie viele Ausprägungen von Freundschaft es gibt.

Da ist der Kuss einer Mutter, der erste Kuss, ein Kuss unter Freunden, ein Handkuss, ein flüchtiger Kuss, ein inniger Kuss, ein Bruderkuss, der Judaskuss; jemand ist von der Muse geküsst; "Rote Lippen soll man küssen..."

Es gibt Schulfreunde, die beste Freundin, den besten Kumpel, den Hausfreund, den besten Freund des Menschen und die These: Männer und Frauen können keine Freunde sein. Aber stimmt das wirklich?


In meinen Büchern greife ich dieses Thema immer mal wieder auf. So verschieden die Meinungen über Freundschaft sind, so unterschiedlich sind die Ergebnisse, wenn Männer und Frauen aufeinandertreffen und sich mögen.

Ja, es gibt die Männer, die beim Anblick einer Frau nur den Körper sehen. Nicolas Baldwin aus der Surya-Mahal-Reihe ist so einer. In der Jugend ("Pakt der Sieger") ist er unscheinbar und wird von den Mädchen gar nicht wahrgenommen. Doch als sich sein Leben und sein Äußeres ändern, nimmt er sich, was ihm früher verwehrt wurde ("Geld, Macht, Tod").

Und ja, es gibt die Frauen, die von einem Mann nur finanzielle Sicherheit und ein Leben in Luxus erwarten. Letizia, die ehrgeizige Schauspielerin aus "Mauern um Dein Herz" ist ein Paradebeispiel dafür. Sie bekommt ihre Rollen quasi im Schlaf und treibt sich auf Parties und in den angesagten Clubs herum, um sich einen reichen Mann zu angeln. Ricardo di Cataldi ist ihr Auserwählter.


Es gibt Freundschaften unter Männern, wie die zwischen Alejandro Rodriguez und Rashid al-Mansouri aus der Surya-Mahal-Reihe. Sie brauchen Gefahr und Abenteuer wie die Luft zum Leben, haben sich schon viele Male gegenseitig das Leben gerettet und vertrauen einander blind. Zum Verdeutlichen hier ein kurzer Ausschnitt aus "Geld, Macht, Tod":

„Wir sind jetzt so viele Jahre zusammen, mein Freund“, sagte Tiger und seufzte. „Ja. Ich denke über das Leben nach, das wir führen. Wir brauchen die Gefahr, die Herausforderung, denn nur dann fühlen wir uns lebendig. Aber dazwischen ist unser Leben nur Fassade, es hat nur den Anschein von Normalität. Und ich frage mich: war das schon alles? Oder gibt es auf dieser Welt noch mehr, das uns erwartet? Was meinst Du?“ 
„Ich führe dieses Leben, weil Du es führst“, antwortete Razor. „Und weil es das einzige Leben ist, das ich kenne. Aber wenn Du Dich jetzt für etwas anderes entscheidest, folge ich Dir.“ 
„Du machst es Dir zu einfach“, warnte Tiger. 
„Es genügt, wenn sich einer von uns den Kopf zerbricht, oder?“ entgegnete Razor. 
Tiger quittierte diese Antwort mit einigen schnellen, aber spielerischen Schlägen, die Razor mühelos abwehrte. Tiger drang mit einer schnellen Folge von weiteren Schlägen auf Razor ein, doch dieser brachte sich mit einer Seitwärtsrolle aus Tigers Reichweite. In einer einzigen fließenden Bewegung kam er wieder auf die Beine und hatte plötzlich in jeder Hand ein Messer. Tiger stoppte mitten in der Bewegung und sah sein Gegenüber grimmig an. 
„Feigling“, knurrte er. „Du hast Angst vor meinen Fäusten.“ 
Razor lachte, blieb aber wachsam. 
„Ich kenne Dich“, sagte er. „Wenn Du so reizbar und unruhig bist, brauchst Du eine Veränderung in Deinem Leben. Das ist doch alle paar Jahre das Gleiche!“ 
Mit einem Schulterzucken steckte er die beiden Messer weg. Tiger hatte genau auf diese Gelegenheit gewartet. Seine Handkante war nur Millimeter von Razors Hals entfernt. Dieser hatte noch immer ein Lächeln auf dem Gesicht, als er seelenruhig Tigers Hände nach unten drückte. 
„Wenn das alles hier vorbei ist“, sagte er mit einer weit ausholenden Handbewegung, „geh zu Kalachuri und handle einen guten Deal für uns aus. Wir können jederzeit wieder im Schatten verschwinden, wenn es uns nicht mehr gefällt.“ 
„Du meinst das ernst, oder?“ fragte Tiger und Razor nickte. „Weißt Du“, sagte Tiger gedehnt, „ich habe bereits für diesen Einsatz einen recht guten Deal ausgehandelt.“ 
„Ich hätte es wissen müssen“, murmelte Razor und grinste.
 

Gina Perego und Jenny Stevenson aus "Mauern um Dein Herz" sind mein Beispiel für eine Freundschaft unter Frauen. Die eine ist zurückhaltend und misstrauisch gegenüber den Menschen im Allgemeinen und den Männerm im Besonderen, die andere ist fröhlich, quirlig und offen gegenüber jedermann. Sie sind sehr verschieden, aber genau diese Unterschiede schweißen die beiden auch zusammen.

Nun aber endlich zu Freundschaften zwischen Männern und Frauen - und ich meine da wirklich nur eine Freundschaft, keine Liebesbeziehung!

In "Mauern um Dein Herz" freundet sich Jenny mit Ricardo di Cataldi an. Zuerst ist es eine reine Zweckgemeinschaft. Jeder der beiden hat seine Gründe (die ich an dieser Stelle natürlich nicht verraten werde). Doch mit der Zeit wächst die gegenseitige Wertschätzung und aus der Zweckgemeinschaft wird eine echte Freundschaft, bei der einer sich auf den anderen verlassen kann, bei der sie sich gegenseitig unterstützen und zueinander halten.

Ganz anders beginnt die Freundschaft zwischen Cathérine und Rajendra in "Geld, Macht, Tod". Sie lernen sich kennen, reden stundenlang miteinander und haben einfach nur Freude an der Gesellschaft des anderen. Doch Rajendra ist ehrgeizig und machtbesessen und duldet keinen Widerspruch. Cathérine ist unabhängig und sagt, was sie denkt, was ihm zunächst auch gefällt. Doch seine dunkle Seite gewinnt schon bald die Oberhand! Rajendra will Cathérine besitzen und das ist definitiv schädlich für eine Freundschaft...

Und meine Meinung?

Ich denke schon, dass Männer und Frauen echte Freunde sein können, aber unsere Erziehung und unsere Gesellschaft gibt uns eine gewisse Rollenverteilung vor und lässt viele Menschen in Klischees denken. Und diese Haltung verhindert meiner Meinung nach echte Freundschaften zwischen Männern und Frauen.
Wenn wir unser Gegenüber erst einmal eschlechtslos betrachten würden, könnten wir sie oder ihn als Mensch schätzen lernen und Freundschaft schließen, ohne sofort in die typische Geschlechterrolle zu verfallen.
Wie denkst Du darüber? Hast Du einen Freund oder eine Freundin vom anderen Geschlecht?
Schreib Deine Gedanken gern in die Kommentare! Ich freue mich darauf.