Sonntag, 6. August 2017

Was machen Romanfiguren bevor der Roman beginnt?

In einem Roman werden Ereignisse in einem meist eng gesteckten zeitlichen Rahmen behandelt. Das können einige Tage sein, wenige Monate, ein Jahr oder auch mehrere Jahre - selten länger.

Es gibt natürlich Ausnahmen. Eine Biografie, zum Beispiel. Da erwartet der Leser, dass er etwas über das gesamte Leben der Hauptperson erfährt - inklusive seiner Kindheit und Jugend. Biografien werden ja auch über berühmte Leute geschrieben und von denen will man alles wissen - alles.

Das trifft auf Romanfiguren nicht zu. Oder doch?

Ab und zu würdest Du doch bestimmt gern wissen, warum Romanhelden so handeln, wie sie im Roman handeln und wie sie zu der Person geworden sind, die sie heute sind. Stimmt's?

Hast Du Dich schon mal gefragt, wie es wäre, wenn Romanfiguren echt wären? Dann könntest Du Freunde oder Familienangehörige der Person fragen: Hey! Wie war der Typ eigentlich als Kind? Was hat er in der Schule so getrieben?
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Tut mir leid. Protagonisten sind aber leider keine echten Menschen. Sie wurden vom Autor erfunden.

Damit sie aber lebensecht wirken, dichtet ihnen unsereiner aber ein Vorleben an. Ich habe von meinen Figuren eine klare Vorstellung. Ich sehe sie vor mir, stelle sie mir in Alltagssituationen vor oder ich erfinde Szenen, in denen ich sie in die Enge treibe und eine Reaktion aus ihnen herauskitzele. So lerne ich sie bessser kennen... ganz so, als wären sie echte Menschen.

Ereignisse aus der Vergangenheit einer Figur fließen in den Roman ein. Meist bringe ich einen Rückblick in einem Gespräch unter, lasse eine Person ein Detail aus seiner eigenen Jugend erzählen oder ich lasse die Person eine Bemerkung über die Vergangenheit einer anderen Figur machen. Der Leser erhält dadurch Background-Informationen, die für die Story wichtig sind. Und für mich sind solche Rückblicke immer wieder Inspiration zum Erfinden neuer Geschichten - das passiert, ohne bewusstes Zutun, einfach so.

Bei meiner vierteiligen Surya Mahal Reihe ist mir das dreimal passiert. Da sagt eine Figur zwei, drei Sätze und schon beginnt die Phantasie zu arbeiten. Aus den zwei, drei Sätzen ensteht eine Szene und aus mehreren Szenen dann eine Background - Geschichte. Zwei davon haben es bis zu Amazon geschafft.
Die eBooks kannst Du derzeit übrigens für nur 99 Cent pro eBook herunterladen, mit Kindle Unlimited sogar kostenlos. Klicke dafür einfach auf die Bücher und Du landest sofort auf der entsprechenden Amazon-Seite:
Hier für "Manolo" und hier für "Pakt der Sieger"

In meinem nächsten Newsletter, den ich übrigens schon nächsten Monat verschicke, werde ich die Dialoge vorstellen, aus denen heraus die Kurzromane entstanden sind.

Ist Dir etwas aufgefallen?

Ich habe oben davon gesprochen, dass mir die Sache mit den Background-Geschichten dreimal passiert ist. Ich erwähne aber nur zwei Geschichten... da fehlt doch eine!

Richtig!

Die dritte Geschichte, eine Kurzgeschichte, heißt "Die Silberne Münze" und Du erhältst sie als Dankeschön fürs Eintragen in meine E-Mail-Liste. Du gehörst noch nicht zu meinen Abonnenten? Dann kannst Du dies hier noch schnell tun.

Ich freue mich, Dir bald in meinem Newsletter noch mehr erzählen zu dürfen.

Sonntag, 23. Juli 2017

Freundschaft und Küsse - gibt es da Gemeinsamkeiten?

Die Beziehungen der Menschen untereinander sind vielfältig. Im Laufe unseres Lebens schließen wir viele Freundschaften und hoffentlich erhalten und verteilen wir auch viele Küsse. Doch was ist zuerst da? Der Kuss oder die Freundschaft?

Vom Kuss zur Freundschaft... oder umgekehrt? Was kommt zuerst? Beginnt eine Beziehung mit einem Kuss und geht dann über in Freundschaft? Oder fängt sie mit einer zarten Freundschaft an, entwickelt sich mit einem Kuss weiter und geht dann über in ... - wohin sich die Beziehung entwickelt, das belassen wir lieber im Bereich deiner Phantasie.

Am 6. Juli war der "Tag des Kusses" und am 30. Juli ist der "Tag der Freundschaft".

Zwei miteinander "verwandte" Gedenktage in einem Monat!

Im Laufe des Juli habe ich mir Gedanken über diese beiden Begriffe gemacht, passende Bilder dazu komponiert und auf Instagram veröffentlicht. Und dabei fiel mir auf, wie viele verschiedene Küsse und wie viele Ausprägungen von Freundschaft es gibt.

Da ist der Kuss einer Mutter, der erste Kuss, ein Kuss unter Freunden, ein Handkuss, ein flüchtiger Kuss, ein inniger Kuss, ein Bruderkuss, der Judaskuss; jemand ist von der Muse geküsst; "Rote Lippen soll man küssen..."

Es gibt Schulfreunde, die beste Freundin, den besten Kumpel, den Hausfreund, den besten Freund des Menschen und die These: Männer und Frauen können keine Freunde sein. Aber stimmt das wirklich?


In meinen Büchern greife ich dieses Thema immer mal wieder auf. So verschieden die Meinungen über Freundschaft sind, so unterschiedlich sind die Ergebnisse, wenn Männer und Frauen aufeinandertreffen und sich mögen.

Ja, es gibt die Männer, die beim Anblick einer Frau nur den Körper sehen. Nicolas Baldwin aus der Surya-Mahal-Reihe ist so einer. In der Jugend ("Pakt der Sieger") ist er unscheinbar und wird von den Mädchen gar nicht wahrgenommen. Doch als sich sein Leben und sein Äußeres ändern, nimmt er sich, was ihm früher verwehrt wurde ("Geld, Macht, Tod").

Und ja, es gibt die Frauen, die von einem Mann nur finanzielle Sicherheit und ein Leben in Luxus erwarten. Letizia, die ehrgeizige Schauspielerin aus "Mauern um Dein Herz" ist ein Paradebeispiel dafür. Sie bekommt ihre Rollen quasi im Schlaf und treibt sich auf Parties und in den angesagten Clubs herum, um sich einen reichen Mann zu angeln. Ricardo di Cataldi ist ihr Auserwählter.


Es gibt Freundschaften unter Männern, wie die zwischen Alejandro Rodriguez und Rashid al-Mansouri aus der Surya-Mahal-Reihe. Sie brauchen Gefahr und Abenteuer wie die Luft zum Leben, haben sich schon viele Male gegenseitig das Leben gerettet und vertrauen einander blind. Zum Verdeutlichen hier ein kurzer Ausschnitt aus "Geld, Macht, Tod":

„Wir sind jetzt so viele Jahre zusammen, mein Freund“, sagte Tiger und seufzte. „Ja. Ich denke über das Leben nach, das wir führen. Wir brauchen die Gefahr, die Herausforderung, denn nur dann fühlen wir uns lebendig. Aber dazwischen ist unser Leben nur Fassade, es hat nur den Anschein von Normalität. Und ich frage mich: war das schon alles? Oder gibt es auf dieser Welt noch mehr, das uns erwartet? Was meinst Du?“ 
„Ich führe dieses Leben, weil Du es führst“, antwortete Razor. „Und weil es das einzige Leben ist, das ich kenne. Aber wenn Du Dich jetzt für etwas anderes entscheidest, folge ich Dir.“ 
„Du machst es Dir zu einfach“, warnte Tiger. 
„Es genügt, wenn sich einer von uns den Kopf zerbricht, oder?“ entgegnete Razor. 
Tiger quittierte diese Antwort mit einigen schnellen, aber spielerischen Schlägen, die Razor mühelos abwehrte. Tiger drang mit einer schnellen Folge von weiteren Schlägen auf Razor ein, doch dieser brachte sich mit einer Seitwärtsrolle aus Tigers Reichweite. In einer einzigen fließenden Bewegung kam er wieder auf die Beine und hatte plötzlich in jeder Hand ein Messer. Tiger stoppte mitten in der Bewegung und sah sein Gegenüber grimmig an. 
„Feigling“, knurrte er. „Du hast Angst vor meinen Fäusten.“ 
Razor lachte, blieb aber wachsam. 
„Ich kenne Dich“, sagte er. „Wenn Du so reizbar und unruhig bist, brauchst Du eine Veränderung in Deinem Leben. Das ist doch alle paar Jahre das Gleiche!“ 
Mit einem Schulterzucken steckte er die beiden Messer weg. Tiger hatte genau auf diese Gelegenheit gewartet. Seine Handkante war nur Millimeter von Razors Hals entfernt. Dieser hatte noch immer ein Lächeln auf dem Gesicht, als er seelenruhig Tigers Hände nach unten drückte. 
„Wenn das alles hier vorbei ist“, sagte er mit einer weit ausholenden Handbewegung, „geh zu Kalachuri und handle einen guten Deal für uns aus. Wir können jederzeit wieder im Schatten verschwinden, wenn es uns nicht mehr gefällt.“ 
„Du meinst das ernst, oder?“ fragte Tiger und Razor nickte. „Weißt Du“, sagte Tiger gedehnt, „ich habe bereits für diesen Einsatz einen recht guten Deal ausgehandelt.“ 
„Ich hätte es wissen müssen“, murmelte Razor und grinste.
 

Gina Perego und Jenny Stevenson aus "Mauern um Dein Herz" sind mein Beispiel für eine Freundschaft unter Frauen. Die eine ist zurückhaltend und misstrauisch gegenüber den Menschen im Allgemeinen und den Männerm im Besonderen, die andere ist fröhlich, quirlig und offen gegenüber jedermann. Sie sind sehr verschieden, aber genau diese Unterschiede schweißen die beiden auch zusammen.

Nun aber endlich zu Freundschaften zwischen Männern und Frauen - und ich meine da wirklich nur eine Freundschaft, keine Liebesbeziehung!

In "Mauern um Dein Herz" freundet sich Jenny mit Ricardo di Cataldi an. Zuerst ist es eine reine Zweckgemeinschaft. Jeder der beiden hat seine Gründe (die ich an dieser Stelle natürlich nicht verraten werde). Doch mit der Zeit wächst die gegenseitige Wertschätzung und aus der Zweckgemeinschaft wird eine echte Freundschaft, bei der einer sich auf den anderen verlassen kann, bei der sie sich gegenseitig unterstützen und zueinander halten.

Ganz anders beginnt die Freundschaft zwischen Cathérine und Rajendra in "Geld, Macht, Tod". Sie lernen sich kennen, reden stundenlang miteinander und haben einfach nur Freude an der Gesellschaft des anderen. Doch Rajendra ist ehrgeizig und machtbesessen und duldet keinen Widerspruch. Cathérine ist unabhängig und sagt, was sie denkt, was ihm zunächst auch gefällt. Doch seine dunkle Seite gewinnt schon bald die Oberhand! Rajendra will Cathérine besitzen und das ist definitiv schädlich für eine Freundschaft...

Und meine Meinung?

Ich denke schon, dass Männer und Frauen echte Freunde sein können, aber unsere Erziehung und unsere Gesellschaft gibt uns eine gewisse Rollenverteilung vor und lässt viele Menschen in Klischees denken. Und diese Haltung verhindert meiner Meinung nach echte Freundschaften zwischen Männern und Frauen.
Wenn wir unser Gegenüber erst einmal eschlechtslos betrachten würden, könnten wir sie oder ihn als Mensch schätzen lernen und Freundschaft schließen, ohne sofort in die typische Geschlechterrolle zu verfallen.
Wie denkst Du darüber? Hast Du einen Freund oder eine Freundin vom anderen Geschlecht?
Schreib Deine Gedanken gern in die Kommentare! Ich freue mich darauf.

Sonntag, 9. Juli 2017

Kostenloses Lesevergnügen für den Sommer

Das erste Buch, das ich 2013 veröffentlichte, war "Mauern um Dein Herz". Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich mit Herzklopfen den Button "jetzt veröffentlichen" gedrückt habe...
In der ersten Zeit stand der Liebesroman nur auf Amazon zum Verkauf, wie die nachfolgenden Romane auch. Und ich war zufrieden damit... vorerst...


Nur 2 Prozent bei Thalia, Hugendubel & Co.

Dann und wann wurde ich aber von Bekannten angesprochen, warum ich denn nur auf Amazon veröffentlichen würde. Sie hätten keinen Kindle, wären sowieso gegen einen Riesen wie Amazon und überhaupt! Ich dachte nach. Wenn meine Bücher auch in anderen Shops zu haben wären, würde sich mein Leserkreis vergrößern. Ich würde Menschen erreichen, die meine Bücher sonst nie gefunden hätten. Namen wie Thalia, Hugendubel, Kobo und buch.de schwirrten durch meinen Kopf und ich sah die Verkaufszahlen Luftsprünge machen.
Also setzte ich mich hin, formatierte die Datei neu, verfasste neue Beschreibungen, suchte die passenden Kategorien aus und lud die Romane nach und nach hoch. Ich verkündete die tollen Neuigkeiten und machte ab und zu Werbung. Doch die Resonanz war gering. Die Verkäufe über "sonstige" Plattformen machten nur etwa 2 Prozent aus...

Vorteil: Kindle Unlimited

So entschloss ich mich vor etwa drei Wochen, "Mauern um Dein Herz" nur noch bei Amazon anzubieten und die Vorteile von Kindle Unlimited für meine Leser zu nutzen.

Seit wenigen Tagen können Amazon-Kunden, die bei Kindle Unlimited angemeldet sind, den Liebesroman "Mauern um Dein Herz" kostenlos herunterladen. Wenn Du also noch Lektüre für Deinen Sommerurlaub brauchst...

Wenn Du Autor bist: bietest Du Deine Bücher über mehrere Shops an? Oder konzentrierst Du Dich auf einen oder zwei Anbieter?

Wenn Du Leser bist: vermisst Du meinen Liebesroman bei Thalia & Co.? Wo kaufst Du Deine Bücher am liebsten?

Schreib die Antworten gerne in die Kommentare! Ich freue mich.

Gefällt Dir, was Du hier liest? Dann klicke unten auf das Bild und Du bekommst noch viel mehr von mir.

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Samstag, 1. Juli 2017

Gastartikel auf "Mein Frankreich"

Heute schreibe ich einen Post außer der Reihe... aber das hat natürlich seinen Grund:

Die Journalistin und Frankreich-Expertin Hilke Maunder hat mich eingeladen, bei ihrer Blogparade zum Thema "Mein Frankreich" mitzumachen. Ich habe sehr gerne angenommen und meine Gedanken finden an zu arbeiten: welche Region oder welche Stadt könnte ich MEIN Frankreich nennen? Ich bin all die Orte durchgegangen, die ich in unserem Nachbarland schon besucht habe und war erstaunt, wie viele es tatsächlich waren. Aber es gibt eine Region, die es mir besonders angetan hat...

Möchtest Du wissen, welche Region das ist? Dann kannst Du die Antwort hier nachlesen, denn der Artikel ist ab sofort online.

Hilke Maunder habe ich im Jahr 2007 auf einer Expeditionskreuzfahrt mit MS Fram nach Grönland kennengelernt. Hilke war damals auf einer Pressereise unterwegs und vielleicht hätten wir uns gar nicht getroffen, aber ihre quirlige Tochter kam auf uns zu und da war es passiert... Wir haben uns auf Anhieb verstanden, haben viel zusammen unternommen und Abende lang geredet. Und was soll ich sagen - der Kontakt hat bis heute gehalten - nun schon ganze 10 Jahre lang.


Den ersten Platz in Hilkes Herz nimmt natürlich ihre Tochter Lara ein, aber ihre berufliche Leidenschaft gilt zwei Ländern: Australien und Frankreich. Viele Reiseführer von großen Verlagen wie Dumont, Baedecker oder Marco Polo tragen ihre Handschrift.
Wenn ich mir Hilke vorstelle, sehe ich sie mit einen Fotoapparat in der Hand die Welt erkunden und ich sehe sie lachen - ein lebensfrohes, ansteckendes Lachen. Bei allem, was sie tut, spürt man ihren Enthusiasmus und ihre Leidenschaft.

Wer sich von dieser Leidenschaft anstecken lassen möchte, kann sich auf Hilkes Internetseite und Blogs umschauen - hier sind die Links: die Webseite maunder.de und die Blogs über Frankreich und Australien

Viel Spaß beim Lesen des Artikels über "Mein Frankreich".

Sonntag, 25. Juni 2017

Tag des Seefahrers - Aufbruch ins Abenteuer

"Bleib im Land und nähr Dich redlich."

"Schuster bleib bei Deinen Leisten."

"Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um."

Wer von uns kennt nicht solche Sprüche? Oder sollte ich sagen: solch gut gemeinten Rat?

Sehr viele Menschen fühlen sich nur in ihrer gewohnten Umgebung wohl. Das Vertraute gibt ihnen ein Gefühl von Sicherheit und sie wollen alles, was ihnen vertraut ist, bewahren und behalten. Alles Neue dagegen ist gefährlich und beuruhigend, reißt sie heraus aus ihrer bequemen Routine.

Aber es gab und gibt immer wieder Menschen, die wissen wollen, was hinter dem Hügel liegt, auf der anderen Seite des Flusses oder gar hinter dem Horizont. Es genügt ihnen nicht, für immer und ewig im vertrauten Umfeld zu bleiben. Sie wollen mehr! Mehr sehen, mehr wissen, mehr erfahren, mehr lernen - kurz gesagt: sie haben Sehnsucht nach Abenteuern.

Doch dieser Drang nach neuen Erfahrungen stößt oft auf Unverständnis und dann kommen Redensarten wie die drei oben zur Anwendung. Aber was wäre die Welt und wie sähe sie aus, wenn es nicht immer Menschen gegeben hätte, die aus ihrer gewohnten Umgebung aufbrachen und ins Unbekannte vorstießen?

Heute, am 25. Juni, ist der Tag der Seefahrer.

Die Seefahrer und Entdecker aller Jahrhunderte haben es uns vorgemacht und uns gezeigt, dass Dinge möglich sind, die 99% unserer Mitmenschen für unmöglich halten.
Dem Mutigen gehört die Welt.

Stellvertretend für viele mutige Menschen habe ich die Fotos von drei berühmten Seefahrern aus meinem Fundus herausgesucht:

Heinrich der Seefahrer - Auftraggeber protugiesischer Entdeckungsfahrten
Chistoph Kolumbus - endeckte die Karibischen Inseln
Erik der Rote - besiedelte Grönland

Mir fallen jedoch noch viele andere ein... Sir Francis Drake, James Cook, Ferdinand Magellan, Roald Amundsen, Thor Heyerdahl, Abel Tasman... und all die namenlosen Seeleute der arabischen, phönizischen, griechischen und polynesischen Schiffe, die zu Zielen aufgebrochen sind, die zu ihrer Zeit weit hinter den bekannten Grenzen lagen.

Sie alle haben den Mut aufgebracht, das Gewohnte hinter sich zu lassen, Neues zu wagen und Grenzen zu überschreiten. Und sie sind mit spannenden Welten und unzähligen neuen Erfahrungen belohnt worden! Sie haben neue Freunde gefunden und fremde Kulturen kennengelernt.
Natürlich sind sie auch neuen Gefahren begegnet und manch einer ist auf der Strecke geblieben, hat in der Fremde sein Leben gelassen und die Heimat nie wiedergesehen. Mancher hat sicherlich auch seine Fähigkeiten überschätzt und hat niemals erreicht, was er sich vorgenommen hatte.
Aber haben Rückschläge jemals den Mutigen entmutigt? Die Überwindung der Rückschläge ist es doch, was uns zu mutigen Menschen, zu Entdeckern, zu Gewinnern macht!

Mach Du es diesen Entdeckern nach und komm mit auf die Reise! Entdecke Neues! Es lohnt sich!

Kennst Du einen Menschen, den Du für ihren/seinen Mut bewunderst? Hast Du selbst einmal in einer bestimmten Situation Mut aufgebracht und bist stolz darauf?

Schreib es in die Kommentare! Ich freue mich auf Deine Geschichten!

Sonntag, 11. Juni 2017

Die 8 schönsten Fotos des Themenmonats Mai

Der Mai stand bei mir ganz im Zeichen von "Mauern". Auf Instagram habe ich ausschließlich Fotos gepostet, die etwas mit diesem Thema zu tun haben und ich zeige Euch hier meine Favoriten:






 












Gleichzeitig war der eBook-Preis meines Liebesromans "Mauern um Dein Herz" den ganzen Monat lang reduziert...
An dieser Stelle nochmals vielen Dank an alle, die das Buch heruntergeladen haben. Ich wünsche Euch vergnügliche Lesestunden.



Im letzten Monat habe ich meinem Fernweh nachgegeben und reiste mit meinem Mann nach Portugal. Von Lissabon aus fuhren wir kreuz und quer durchs Land und flogen von Porto wieder zurück mach Deutschland. Auf dem Weg lagen viele historische Stätten und was hatte ich da jeden Tag vor Augen?

Mauern!

Ich musste unwillkürlich grinsen, wenn eine Stadt- oder Festungsmauer vor uns aufragte. Mauern - wohin ich auch blickte. Die schönsten davon habe ich für Dich ausgesucht.

Hast Du Deinen Sommerurlaub schon geplant? Wohin geht die Reise?
Poste die Antwort gerne in die Kommentare - ich bin sehr gespannt. Und falls Du noch Lesestoff brauchst... ich hätte da einen Vorschlag: Klicke doch mal auf diesen Link

Sonntag, 28. Mai 2017

Leben hinter Mauern und keine Aussicht auf Entkommen

Das Monatsmotto auf meinem Instagram Account lautet im Mai "Mauern".

Ich habe die geposteten Bilder hauptsächlich mit meinem Liebesroman "Mauern um Dein Herz" verbunden.  Ein Grund dafür ist natürlich das Sonderangebot von € 2,99, das den gesamten Monat Mai gültig ist - also nur noch wenige Tage! Hast Du das eBook schon heruntergeladen? Wenn nicht, ist hier nochmal der Link zur entsprechenden Seite auf Amazon.

Doch Mauern sind auch in meinen anderen Büchern ein Thema. In der Surya Mahal - Reihe wird meiner Protagonistin Cathérine ihre Freiheit und Selbbestimmung genommen, daher habe ich für den heutigen Blogpost eine Mini-Leseprobe aus "Die Spur des Schwarzen Drachen" herausgesucht, die ihre Ankunft in Marrakesch beschreibt. Cathérine wird ins Haus von Jamal al-Mansouri gebracht, dem Vater ihres Bewachers Rashid, und sie hat keine Ahnung, was sie dort erwartet.
Los geht's:
Die Frau führte Cathérine und Maria die Treppe nach oben. Erstaunt nahm Cathérine zur Kenntnis, dass die ältere Frau englisch sprach, ein wenig stockend und mit einem recht starken Akzent, aber dennoch gut verständlich. Im ersten Stock gingen sie auf ein großes schmiedeeisernes Tor zu, das von einem Mann bewacht wurde. Der Mann war groß und breitschultrig. Er hatte einen sehr kräftig gebauten, muskulösen Körper, sein Gesicht war glatt rasiert und auch auf seinem Kopf war kein einziges Haar zu sehen. Seine dunkelbraunen Augen funkelten Cathérine an, aber das Beunruhigendste an ihm war der lange Dolch mit dem verzierten Elfenbeingriff an seinem Gürtel. Er öffnete die Gittertür und trat zur Seite, damit die Frauen eintreten konnten. Hinter ihnen schloss er die Tür sofort wieder.
„Das ist unser Bereich“, erklärte die Frau. „Die Wohnungen der Frauen liegen hier in diesem Teil des Hauses.“
Ein getrennter Bereich für die Frauen, bewacht von einem bewaffneten Mann! Also doch ein Harem, dachte Cathérine bitter. Sie wollte sich lieber nicht vorstellen, was sie hier zu erwarten hatte, aber sie machte sich keine Illusionen über ihr Leben in diesen Mauern. Mit gesenktem Blick, enttäuscht und ohne sich weiter für ihre Umgebung zu interessieren, folgte Cathérine der Frau. Es war ihr gleichgültig, wohin sie ging und da Maria ihr folgte, bemerkte Cathérine auch nicht, dass die Inderin ganz anderer Stimmung war.
Maria sah sich mit leuchtenden Augen und einem Lächeln auf den Lippen um. Sie nahm jedes Detail ihres Weges in sich auf, als könne sie sich nicht satt sehen. Vorfreude lag in ihrem Lächeln und ihr Gang war federnd und leicht.
Dann waren sie offensichtlich an ihrem Ziel angekommen, denn die ältere Frau öffnete eine Tür und ließ Cathérine lächelnd den Vortritt. Sie führte die beiden Frauen durch einen fast quadratischen Flur zu einer weiteren Tür und Cathérine stand plötzlich in einem geräumigen Wohnzimmer. Dunkle Möbel befanden sich darin, doch die Wände und Kissen erstrahlten in Gelb- und Rottönen, durch die das Zimmer hell und freundlich erschien. Vier Fenster ließen das Tageslicht herein, doch hinter den Scheiben versperrte ein kunstvolles Geflecht aus Ranken und Blättern den freien Blick auf das, was draußen lag. Es sah sehr schön aus, doch die rankenden Zweige waren aus Stein und somit genauso wirkungsvoll wie ein Gitter aus Eisenstäben.
„Das ist Ihr Wohnzimmer, Mademoiselle Bergmann“, erklärte die Frau. „Hier drüben ist Ihr Schlafzimmer, daneben befindet sich Ihr Bad. Die Zimmer von Mademoiselle Da Silva sind gleich nebenan.“
„Ich bin gleich wieder bei Ihnen“, sagte Maria zu Cathérine und verließ mit der älteren Frau das Zimmer.
Cathérine ging weiter zu ihrem Schlafzimmer. Das Zimmer war genauso orientalisch eingerichtet wie das Wohnzimmer und wirkte sehr weiblich. Sie legte den Schleier ab und ließ ihn einfach fallen. Dann zog sie den schwarzen Mantel aus und warf ihn ebenfalls auf den Boden. Das Schlafzimmer hatte nur ein Fenster, aber es war größer als die im Wohnzimmer und in der Nische vor dem Fenster befand sich eine Sitzbank. Cathérine ging zum Fenster und sah hinaus. Unter ihr lag ein Garten mit blühenden Büschen, schattigen Wegen und einem Springbrunnen mit Bänken darum herum. Eine hohe Mauer umgab den Garten und Cathérine ließ sich müde auf der Bank nieder. Für sie gab es nur noch verschlossene Räume, vergitterte Fenster und unüberwindlich hohe Mauern. Sie lehnte ihren Kopf zurück und schloss die Augen. Sie saß einfach still und unbeweglich in der Nische am Fenster, während ein paar Tränen unter ihren geschlossenen Lidern hervorquollen und ungehindert über ihre Wangen liefen. Maria fand sie noch immer dort sitzend, als sie nach einigen Minuten zurückkehrte.
„Ich werde Ihnen ein Bad einlassen“, sagte Maria und lächelte.
Cathérine hatte gegen ein Bad wirklich nichts einzuwenden. Sie stieg in die Wanne und genoss das warme, duftende Wasser, das ihren Körper umhüllte. Maria ließ sie für einige Zeit alleine und sie wusch sich in aller Ruhe den Staub der Wüste vom Körper. Als sie das Bad verließ, hätte sie sich am liebsten gleich ins Bett gelegt, so erschöpft fühlte sie sich. Doch Maria war mit frischer Kleidung zurückgekehrt und half Cathérine beim Abtrocknen und Ankleiden. Dann brachte sie sie ins Wohnzimmer. Irgendjemand hatte in der Zwischenzeit etwas zu Essen gebracht. Ein Tablett stand auf dem Tisch und der Duft des Essens stieg Cathérine verführerisch in die Nase. Sie hatte Hunger! Seit dem Morgen hatte sie nichts mehr gegessen und jetzt knurrte ihr Magen.
„Lassen Sie das Tablett einfach stehen, wenn Sie fertig sind“, sagte Maria. „Ich werde es später holen.“
Dann verließ Maria das Zimmer und Cathérine setzte sich hin und aß. Das Essen schmeckte wunderbar und Cathérine aß alles auf, bis zum letzten Rest. Auch nachdem sie fertig gegessen hatte, war Maria nicht zurückgekehrt und Cathérine ging auch nicht auf die Suche nach ihr. Sie war im Augenblick zufrieden damit, dass sie alleine war. Solange sie konnte, wollte sie es genießen, so ungestört wie in diesem Moment zu sein. Wenn sie versucht hätte, ihr Zimmer zu verlassen, wäre sie wahrscheinlich sowieso nicht weit gekommen in diesem Harem.
Gesättigt und mit einem Gefühl der Zufriedenheit ging sie zurück in ihr Schlafzimmer, zog sich aus und legte sich ins Bett. Es war herrlich, endlich wieder in einem richtigen Bett schlafen zu können, dachte sie. Doch auch wenn an diesem Abend ein wohliges Gefühl von Wärme und Zufriedenheit ihre Sinne einhüllte, sagte ein Rest von Vernunft in ihr, dass sie sich trotzdem noch immer in einem Gefängnis befand.

Kannst Du nachfühlen, wie es in Cathérine aussieht? Hättest Du in dieser Situation noch Hoffnung? Würdest Du an ihrer Stelle resignieren?

Möchtest Du wissen, wie es für Cathérine weitergeht? Dann ist "Die Spur des Schwarzen Drachen" nur einen Klick weit entfernt.

P.S.: "Die Spur des Schwarzen Drachen" ist zwar Band 3 der Surya Mahal - Reihe, doch kannst Du den Roman auch einzeln lesen. Möchtest Du lieber von vorne anfangen, dann beginne mit "Geld, Macht, Tod".